Projekttage

Rund um die Walnuss

Die Projekttage in diesem Schuljahr standen ganz unter dem Zeichen der Walnuss. Anfang Oktober zogen alle Klassen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern los um Walnüsse zu sammeln. Alle Klassenstufen wanderten zu einem Grundstück auf dem Walnussbäume standen. Zum Teil waren es Bäume der Gemeinde, aber auch Privatleute stellten ihre Bäume zur Verfügung. Gesammelt wurde bei strahlendem Sonnenschein. Die Kinder waren eifrig bei der Sache und hatten viel Spaß. Viele Eimer und Säcke wurden am Ende auf Herrn Brames Traktor geladen und zur Schule transportiert. In den nächsten Tagen hieß es Nüsse knacken. In schweißtreibender Arbeit wurde geklopft, geknackt und gedrückt, so dass am Ende die Rekordmenge von 43 kg Nusskernen in den Eimern landete. Diese wurden auf großen Brettern in der Schülerbücherei getrocknet. Sieben Wochen war die Bücherei deshalb gesperrt. Die Bücherei wurde immer wieder gelüftet und die Nüsse gewendet. Aber wozu die ganze Arbeit? Was sollte mit den Nüssen geschehen?

Sie wanderten nach der Trockenzeit wieder in die Eimer und wurden nach Neidenstein in die Ölmühle von Herrn Hillenbrand gebracht. Dort wurden die gesammelten Nüsse zu Walnussöl verarbeitet. Nach ein paar Tagen konnten 30 Liter natives, kaltgepresstes Walnussöl abgeholt werden. Fleißige Mütter füllten es in 110 Flaschen ab und versahen es mit dem Etikett, das Jasmin aus der Klasse 4b entworfen hatte. Verkauft wird das Öl am 20. Dezember an die Eltern der Schülerinnen und Schüler.

Am 6. und 7. Dezember folgte Teil 2 des Langzeitprojektes. Jetzt wurde ein Teil der gesammelten Nüsse zum Basteln, Kochen, Backen und Spielen verwendet. Jedes Kind konnte an den beiden Tagen an vier verschiedenen Projekten teilnehmen. Die Kinder der Klassenstufen 1 und 2 wurden gemischt und in vier gleichgroße Gruppen aufgeteilt. In dieser Gruppe waren sie bei allen Projekten zusammen. Sie stellten gemeinsam Bratäpfel her, die sie mit Zimt, Zucker, Mandeln und den gesammelten Walnüssen füllten. Sie bastelten aus den Nussschalen Kastagnetten, begleiteten damit verschiedene Nussknacker-Rhythmen und tanzten zu einem Hip-Hop-Remix von Tschaikowskis Nussknacker. Aus Walnussschalen und Birkenholzscheiben konnten die Kinder weihnachtliche Anhänger basteln, die in Silber oder Gold angemalt wurden. In Serviettentechnik wurde noch ein Weihnachtsbaum aufgebracht. Bei der Nuss-Olympiade wurden mit Geschick, Würfelglück und Schnelligkeit viele Disziplinen absolviert. Zur Belohnung gab es eine Urkunde.

Die Gruppen der 3. und 4. Klassen nahmen ebenfalls an vier verschiedenen Projekten teil. Sie bastelten bunte Tischlaternen mit Nussknackermotiven, die sie durch einen Trick transparent machen konnten. Sie backten Walnusswaffeln und stellten ein winterliches Joghurt-Früchte-Dessert mit Walnüssen her, die noch geknackt und gehackt werden mussten. Sie hörten ein Märchen zu Tschaikowskis Nussknacker, stellten Walnuss-Kastagnetten her, mit denen sie die Lieder rhythmisch begleiteten und übten einen weihnachtlichen Nussknacker-Sprechgesang ein. Beim Nuss-Hockey, Nüsse würfeln und beim Nuss-Roulette konnten die Kinder mit den Nüssen spielen. Sie hatten viel Spaß bei den Spielen rund um die Nuss.

Unterbrochen wurde der Donnerstag vom überraschenden Besuch des Nikolauses. Er brachte zusammen mit dem Christkind für jedes Kind ein Nikolauspäckchen.

Die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Schule bedanken sich bei allen, die auf so vielfältige Weise das Projekt unterstützt haben. Besonderen Dank an die privaten Nussbaum-Spender, die Gemeinde Leingarten und den Nikolaus samt Christkind für die gelungene Überraschung.

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